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Projektmanagement

Home-Office

Home-Office 2020

Sogar im deutschen Magazin "der Spiegel" war zu lesen: "Home-Office wird zum Statussymbol, zur Klassenfrage: Souverän ist, wer daheimbleiben kann. Gut möglich, dass Corona diesen neuen Graben in der Arbeitswelt besser sichtbar machen und vertiefen wird." und weiter: „Google hat seine Angestellten dazu aufgerufen, möglichst von zu Hause zu arbeiten“. Willkommen im Jahr 2020 und weiter in der Zukunft nach dem Motto "Leassons learned". 

Arbeiten im Home-Office

Überlegen wir zuerst, welche Anforderungen, Kompetenzen und Komponenten braucht es für eine erfolgreiche dezentrale Organisation? Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Punkte aufgeführt, welche für den erfolgreichen Start wichtig sind. Die vorliegenden Punkte zeigen kurz auf auf was es im Home-Office ankommt

Freiwilligkeit: Ein Homeoffice kann nicht eigenmächtig vom Arbeitgeber angeordnet werden. Es ist immer eine gemeinsame und vor allem freiwillige Entscheidung zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer. Im Umkehrfall kann ein Mitarbeiter natürlich auch kein Home-Office einfordern.

Arbeitszeiten: Entgegen der üblichen Meinung vieler Vorgesetzter heisst Homeoffice nicht „immer da (always on)“. Es gelten auch hier für Mitarbeiter die vereinbarten Arbeits- und auch Pausenzeiten.

Internet: Die Verfügbarkeit ist in Deutschland, der Schweiz und Österreich recht unterschiedlich ausgelegt. Leider in Deutschland ganzflächig immer noch keine Selbstverständlichkeit und daher ist ein ganz wichtiger Punkt auf der Checkliste das breitbandige Internet.

Kommunikations-Werkzeuge: Unterschätzen Sie nicht die Wichtigkeit der (virtuellen) Café Corners. Der Ort, an dem sich Mitarbeitende austauschen und auch einfach mal über allgemeines, lustiges reden dürfen. Wir haben uns nach langer Suche und vielen Experimenten auf Slack festgelegt. Diese Entscheidung wird aber mindestens einmal im Jahr überprüft.

Spezial-Software: Je nach Branche und Aufgabe muss die hauptsächlich eingesetzte Software natürlich in der Lage sein, mit der dezentralisierten Umgebung klar zu kommen. 

Sicherheit: Hiermit ist nicht nur der Datenschutz allgemein gemeint, sondern auch und insbesondere die Zugriffssicherheit; denn gerade wenn man nicht mehr den Schlüssel in der Bürotür umdrehen kann, bekommt die Sicherheit einen noch größeren Stellenwert.

Generationen: Gelernt habe ich das durch meinen Vater und Schwiegervater, die nach wie vor behaupten, dass wenn man mit seinem Notebook nach Hause geht, ist das einem Feierabend gleichzusetzen.

Motivation: Insbesondere, wenn man als Chef nicht mal eben durch die Tür schauen kann, ist die Motivation der Mitarbeiter eine ganz wichtige Sache.

Persönliche Treffen: In regelmässigen Abständen ist das persönliche Meeting aller Mitarbeiter (eines Teams) unabwendbar. Bei diesen Zusammentreffen darf dann die Arbeit aber nicht nur im Vordergrund stehen. Unternehmen Sie auch mal etwas anderes zusammen. Ganz nach dem Motto: Teamevents dienen der Teambildung.

Transparenz: Insbesondere wenn jeder sein Süppchen in den eigenen vier Wänden kocht, ist der Austausch über die Ergebnisse um so wichtiger. Es gibt viele tolle Konzepte, die man einfach anwenden kann.

Reflektion: Für mich die schwerste und härteste aller Erfahrungen und ein direktes Ergebnis der Transparenz. In einer regelmäßigen Routine wird gemeinsam das Erreichte reflektiert.

Weiterbildung: Ja, auch im Homeoffice ist die kontinuierliche Weiterbildung wichtig. Eigentlich komisch, dass man das überhaupt erwähnen muss. Im Internet finden Sie dazu sehr gute und günstige Angebote (bspw. Udemy)

Disziplin: Nicht nur bei der täglichen Arbeit, sondern auch bei Meetings oder in Protokollen, ist der allgemeinen Dokumentation sehr viel Disziplin geboten.

Es gibt noch so viel mehr zu beachten. Ich werde mich ganz sicher mit einzelnen Themen in einem späteren Artikel befassen. Meine wichtigste Erkenntnis heute ist aber diese: In den ersten Jahren haben wir viele Fehler gemacht. Und wir lernen auch heute noch!

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